Der Dachverband  |  Aktivitäten  |  Mitglieder  |  Links  |  Service
Der Dachverband  |  Aktivitäten  |  Mitglieder  |  Links  |  Service
LAPISLAZULI, 2006
© Dor Film / Foto: Petro Domenigg
Anlässlich der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 macht sich der
Kulturrat Österreich auf die Suche nach der Kunst- und Kulturkompetenz
in den Parteien. Wer hat überhaupt eine Ahnung, was Kunst- und
Kulturschaffende brauchen? Gibt es durchdachte Konzepte? Welche
kulturpolitischen Visionen und Umsetzungspläne stehen zur Wahl?
Wir haben für die aktuell brennendsten Themen je einen
Multiple-Choice-Test erstellt. Jede Woche widmen wir uns einem anderen
Schwerpunkt. Die Beantwortung soll deutlich machen, in welche Richtung
die Politik gegebenenfalls gehen wird. Am 20. September 2017 laden wir
die Kultursprecher_innen ein, mit uns öffentlich zu diskutieren.

Finden Sie die Kunst- und Kulturkompetenz in Ihrer Partei!
Multiple-Choice-Test #1: Fair Pay – angemessene Bezahlung von Kunst-
und Kulturarbeit

Kunst-, Kultur- und Medienschaffende sind den kontinuierlich zunehmenden
prekären Erwerbsformen schon seit langem und in besonderer Weise
ausgesetzt – ebenso wie beispielsweise Frauen*, Migrant_innen und
Menschen mit psychischen_physischen Beeinträchtigungen. Gratisarbeit und
symbolische Honorare bilden vielfach die Grundlage freier
zeitgenössischer Kunst- und Kulturproduktion.

Aus dem Kunst-, Kultur- und Medienbereich gibt es bereits seit Jahren
zahlreiche Forderungen, um diesen Zustand zu verändern.

Welche sind das?

o Angemessene Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit, zumindest
entsprechend Kollektivverträgen bzw. Honorarrichtlinien von
Interessenvertretungen

o Mehr unbezahlte Praktikumsplätze für bessere Aussichten auf gut
bezahlte Beschäftigung

o Schluss mit der (nicht nur!) monetären Benachteiligung in der Kunst-
und Kulturarbeit aufgrund von Geschlecht, sozio-ökonomischer und
geographischer Herkunft – strukturellem Rassismus, Sprache, Religion,
Aufenthaltsstatus, Aussehen, körperlicher und psychischer Verfasstheit ...

o Werkverträge statt Anstellungen, um Lohnnebenkosten zu sparen und
Spielraum für mehr bezahlte Kunst- und Kulturarbeit zu schaffen

o Faire Bezahlung als Voraussetzung für öffentliche Förderungen,
Gratisarbeit und (Selbst-) Ausbeutung als Ausschlusskriterium

o Bedingungsloses und existenzsicherndes Grundeinkommen für alle


Kommenden Montag folgt #2 zum Thema Urheber_innenrechte

Kultur sucht Politik
Öffentliche Diskussion der Antworten
mit Kulturpolitiker_innen der wahlwerbenden Parteien
Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien


Rückfragen:

Kulturrat Österreich
contact@kulturrat.at
Kulturrat Österreich
Twitter
Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien

Downloads  |  Impressum
Dachverband der österreichischen Filmschaffenden | A-1070 Wien, Spittelberggasse 3 | Tel/Fax: 01/526 97 41 | e-mail: office@filmschaffende.at