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LAPISLAZULI, 2006
© Dor Film / Foto: Petro Domenigg
Erstinfo KünstlerInnensozialversicherungsfonds / KSVF

Novelle 2015
Mit der Novelle des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes wurden zu Jahresbeginn 2015 zahlreiche Verbesserungen umgesetzt, die den Zugang zu einem Zuschuss erleichtern sollen:

Untergrenze
Um die Mindestgrenze für den Anspruch auf Beitragszuschuss zu erreichen, können nun wie bisher Einkünfte (Einnahmen minus Ausgaben), aber auch Einnahmen aus künstlerischer Tätigkeit eingerechnet werden.
Berücksichtigung von Einnahmen aus künstlerischen Nebentätigkeiten:
Das Erreichen der Mindestgrenze wird zudem dadurch erleichtert, dass bei deren Berechnung nicht nur Einkünfte bzw. Einnahmen aus künstlerischer Tätigkeit, sondern auch aus künstlerischen Nebentätigkeiten (bis höchsten 50 % der jeweils geltenden Mindestgrenze) berücksichtigt werden. Unter künstlerische Nebentätigkeit ist u.a. die Vermittlung der Kunst – z.B. Unterrichts- und Kuratorentätigkeit - und Interpretation von Werken der Kunst.

Durchrechnungszeitraum:
Neu ist auch die Möglichkeit einer Durchrechnung von 3 Jahren. Nach dieser Regelung kann beispielsweise eine Künstlerin/ein Künstler, die/der in 2 Kalenderjahren selbständiger künstlerischer Tätigkeit keine und im 3. Kalenderjahr Einkünfte bzw. Einnahmen erzielte, Anspruch auf Zuschuss haben, wenn die Einkünfte (Einnahmen) des 3. Kalenderjahres im 3-Jahres-Durchschnitt die Mindestgrenze der betreffenden 3 Kalenderjahre erreichen.

Bonusjahre:
Für die ersten 5 Kalenderjahre selbständiger künstlerischer Tätigkeit, in denen die Mindesteinkünfte (Mindesteinnahmen nicht erreicht werden, gebührt nun trotzdem ein Beitragszuschuss. Gemeint sind die ersten 5 Kalenderjahre, in denen das Zuschusserfordernis der Mindesteinkünfte (Mindesteinnahmen) nicht erfüllt wurde.
Diese Regelung befreit die betroffenen Künstlerinnen/Künstler in maximal 5 Jahren von der Rückzahlungsverpflichtung und gilt auch für noch offene Rückforderungsansprüchen des Fonds.

Erhöhung der Obergrenze:
Die Höchstgrenze wurde auf das 65fache der Geringfügigkeitsgrenze für Anträge ab 2014 erhöht und beträgt daher für 2015 € 26.388,70.

Erlöschen des Anspruchs:
In der Neuregelung wird gesetzlich klargestellt, dass dem Grunde nach der Anspruch auf Zuschuss aufrecht bleibt, wenn einmal die KünstlerInneneigenschaft festgestellt wurde und nur mehr für die Zeiträume, in denen die Einkommensgrenzen nicht eingehalten werden, der Anspruch erlischt. Wird die Pflichtversicherung beendet oder die selbständige Tätigkeit eingestellt, fällt der Anspruch endgültig weg.

Unterstützungsfonds für Künstlerinnen und Künstler in Notlagen:
Der Fonds hat nunmehr die Möglichkeit, Künstlerinnen/Künstler in besonders
berücksichtigungswürdigen Notlagen eine finanzielle Unterstützung zu gewähren. Voraussetzung für die Beihilfengewährung ist die KünstlerInneneigenschaft und die Notlage. Es können daher grundsätzlich nur solche Personen in den Genuss von Beihilfen des Fonds gelangen, die Werke der Kunst schaffen. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob dies in selbständiger oder unselbständiger Tätigkeit erfolgt, ob damit Einkünfte oder keine Einkünfte erzielt werden.

Weitere Infos unter Künstlersozialversicherungsfonds


WO FINDE ICH WAS?

Du hast aufgrund Deiner Steuerbescheide festgestellt, dass Du in den Jahren 2011, 2012, 2013 und 2014 bzw. in all diesen Jahren einen Gewinn innerhalb der erforderlichen Grenzen erzielt hast, d.h. 2011 zwischen 4.488,24 und € 22.441,20, 2012 zwischen € 4.515,12 und € 22.575,60, 2013 zwischen € 4.641,60 und € 23.208,00, 2014 zwischen € 4.743,72 UND € 25.695,15?
Dann bist Du hier richtig:
http://www.ksvf.at/beitragszuschuss.html

Wichtig dazu: Es gibt für die Jahre 2011-2013 und 2014-2015 unterschiedliche Antragsformulare. Der Grund dafür liegt darin, dass ab 2014 neue gesetzliche Bestimmungen gelten, die das Erreichen der Untergrenze deutlich erleichtern, nähere Infos dazu unter:
http://www.ksvf.at/kuenstlerInnen-beitragszuschuss-ruhendmeldung.html

Du bist selbständig UND unselbständig künstlerisch tätig? Dann kannst Du Deine selbständige künstlerische Tätigkeit beim KSVF ruhend melden und in dieser Zeit entweder unselbständig tätig sein oder Arbeitslosengeld beziehen, in diesem Fall findest Du alle Infos hier:
http://www.ksvf.at/ruhendmeldung.html

Du bist künstlerisch selbständig oder unselbständig tätig, beziehst einen Zuschuss vom KSVF oder hattest noch nie mit dem Fonds zu tun oder Du beziehst eine Pension, bist aber weiterhin künstlerisch tätig und bist – egal, was auf Dich zutrifft - mit einem unerwarteten Notfall oder einer plötzlichen oder lang andauernden Krankheit konfrontiert, die Dir die Deckung Deiner Fixkosten unmöglich macht? Dann hilft Dir der Unterstützungsfonds in besonders berücksichtigungswürdigen Notfällen, alles dazu findet sich unter.
http://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html

Zum Schluss: Zögere nicht, mit dem Fonds Kontakt aufzunehmen, wenn Du alle erforderlichen Bedingungen erfüllst, steht Dir der Zuschuss bzw. die Beihilfe aus dem Unterstützungsfonds zu:

Künstler-Sozialversicherungsfonds
Goethegasse 1, Stiege 2, 4. Stock
1010 Wien
T: 43 (1) 586 71 85
F: 43 (1) 586 71 85 7959
E: office@ksvf.at

Bei Rückfragen wendet Euch bitte gern auch an die Geschäftsführerin des Dachverbandes der Filmschaffenden, Maria Anna Kollmann, office@filmschaffende.at, Tel. 01-5269741



Mit Wirksamkeit ab 1. Jänner 2013 wurde durch Verordnung der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur der maximale Beitragszuschuss um rund 10,39% erhöht.

Dies bedeutet, dass ab dem Kalenderjahr 2013 der vom KSVF geleistete maximale jährliche Beitragszuschuss um € 162 auf € 1.722 steigt.



Seit 1.1.2001 ist das Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz (K-SVFG) in Kraft. Es regelt die Zuschüsse zu Pensionsversicherungs-Beiträgen, die KünstlerInnen erhalten können. Aufgabe des Fonds sind die Leistung von Zuschüssen zu den, von den Künstlern zu leistenden Beiträgen zur Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung und die Aufbringung der Mittel dafür.

Seit 1.1.2011 können KünstlerInnen ihre selbständige Tätigkeit beim Fonds ruhend melden - siehe dazu weiter unten Kurzinfo dazu!

Die Organe des Fonds sind:

1. Das Kuratorium: bestellt und kontrolliert die Geschäftsführung, erlässt die Geschäftsordnung für die GF des Fonds und die Kurien, erstattet dem Bundeskanzler Bericht.

2. Der Geschäftsführer: vertritt den Fonds nach außen.

3. Die Künstlerkommission: hat auf Verlangen des Geschäftsführers Gutachten über das Vorliegen einer künstlerischen Tätigkeit zu erstellen. Sie besteht aus 6 Kurien (Literatur, Musik, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Allgemeine Kurie und Berufungskurie).

Die Filmschaffenden sind in der Kurie für zeitgenössische Ausformungen der Kunst. Der die Vorsitzende jeder einzelnen Kurie wird vom Bundeskanzler aus der Beamtenschaft bestimmt. Die übrigen Mitglieder werden von repräsentativen Künstlervertretungen und Verwertungsgesellschaften bestimmt.

Aufgabe der Kurie ist es, strittige Fälle bei der Zuerkennung der Künstlereigenschaft zu beurteilen. Der Dachverband hat Harald Friedl und Dagmar Stzeicher für die Allgemeine Kurie entsandt.

Antrag auf Gewährung von Zuschüssen zur Pensionsversicherung können direkt beim Künstlersozialversicherungs-Fonds (1010 Wien, Goethegasse 1, 4.Stock) werden, Antragsformulare können ebenfalls beim Fonds bestellt werden.

Unterlagen, die eine Beurteilung der künstlerischen Tätigkeit zulassen (Zeugnisse, künstlerischer Lebenslauf, Kritiken, Fotos, je umfangreicher umso besser) beilegen.

Kontakt:
Adresse:
Künstler-Sozialversicherungsfonds
Goethegasse 1, Stiege 2, 4. Stock
A-1010 Wien

Telefon:
43 (1) 586 71 85
Telefax:
43 (1) 586 71 85 7959
Email: office@ksvf.at

Geschäftsführer: Mag. Othmar Stoss, office@ksvf.at

Referentinnen:
Mag.a Bettina Wachermayr (Stv. des GF), wachermayr@ksvf.at, Tel. 586 71 85 7952
Mag.a Antonia Holewik, holewik@ksvf.at, 586 71 85 7956
Mag.a Carmen Schögler, schoegler@ksvf.at, Tel. 586 71 85 7955
MMag. Stephan Fadinger, fadinger@ksvf.at, Tel. 586 71 85 7951

Sekretariat/Administration:
Ulrike Donhauser, donhauser@ksvf.at, Tel. 586 71 85 7952
Mag. Tomáš Mikeska, mikeska@ksvf.at, Tel. 586 71 85 7953

Bürozeiten
Montag - Donnerstag:
8:00 - 12:00 und 13:00 - 16:00
Freitag:
8:00 - 12:00



Ruhendmeldung seit 1.1.2011
Seit 2011 ist ein Gesetz in Kraft, das eine Verbesserung der Vereinbarkeit von selbständigen und unselbständigen Tätigkeiten, wie sie typisch für Filmschaffende sind, erreicht werden.
Das Gesetz sieht nun eine „Ruhendmeldung“ nach Beendigung der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit vor, um währenddessen tatsächlich Arbeitslosengeld beziehen zu können.
Die Grundidee zur Verbesserung dieser Problematik war, analog zum Gewerbeschein eine Möglichkeit zu schaffen, die selbständige künstlerische Tätigkeit für Zeiträume der Erwerbslosigkeit auch unter dem Jahr ruhend stellen zu können – mit Rechtsgültigkeit gegenüber der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) und dem Arbeitsmarktservive (AMS). Dies ermöglicht u. a. den Bezug von Arbeitslosengeld (bei einem aufrechten Anspruch) trotz Überschreiten der Jahrespflichtversicherungsgrenze in der SVA. Die Institution, die diese Ruhend-Meldung abwickelt, ist der Künstlersozialversicherungsfonds.
Weiterführende Infos dazu unter: KSVF


Gesetzesnovelle 2008
Mit 1.1.2008 ist die Novelle des Künstlersozialversicherungsfondsgesetzes in Kraft getreten. Die für Kunstschaffende wichtigsten Verbesserungen sind die neu geschaffene Möglichkeit bei sehr geringen Einkommen nicht nur Zuschüsse zur Pensisonversicherung, sondern auch solche zur Kranken- und Unfallversicherung zu erhalten sowie - zur Erreichung der Untergrenze - die Einrechnung von Preisen und Stipendien und Einnahmen aus geringfügigen Beschäftigungen, sofern es sich uim künstlerische Tätigkeiten handelt.
Die Änderungen können unter KSVF im Detail abgerufen werden.

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