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KRONPRINZ RUDOLF, 2006
© MR Film / Foto: Georg Pichl
Im Wochentakt ändern sich die Bedingungen, unter denen Kunst und Kultur stattfinden kann. So ist kein Planen, kein Arbeiten in Kunst und Kultur möglich. Die bisherigen Unterstützungsmaßnahmen laufen mit Ende September aus bzw. sind auf maximal sechs Monate (seit März) ausgelegt. Eine Allianz von Organisationen und Personen aus dem Kunst- und Kulturbereich fordert die Bundesregierung auf, endlich finanzielle Maßnahmen zu ergreifen, die das Überleben des Kunst- und Kultursektors über die Krise hinweg absichern: durch Verlängerung der Unterstützungsmaßnahmen, Refundierung von pandemiebedingten Mehrkosten, Übernahme der Ausfallkosten sowie eine grundsätzliche Erhöhung des
Kulturbudgets auf 1% des BIP!

Appell an die österreichische Bundesregierung:
Es ist Gefahr in Verzug: Rettungsmaßnahmen für Kunst und Kultur jetzt gefordert!

Petition jetzt unterzeichnen:
Petition

Sehr geehrter Herr Kanzler Kurz,
sehr geehrter Herr Vizekanzler und Kulturminister Kogler, sehr geehrter Herr Finanzminister Blümel, sehr geehrte Frau Staatssekretärin Mayer!

Ab 14. September gelten bundesweit neue Beschränkungen für Veranstaltungen, die die Personenobergrenze massiv reduzieren.
Angekündigt wurden diese Änderungen drei Tage im Vorhinein. Mit derart kurzfristigen Änderungen ist keine Planung von Veranstaltungen möglich!

Wir müssen davon ausgehen, dass die Unsicherheit über die Bedingungen, unter denen Veranstaltungen noch möglich sind, in den nächsten Monaten zu einem ständigen Begleiter wird. Das trifft alle, die im Veranstaltungsbereich, die im Kulturbereich arbeiten, existenziell
bedrohlich: Kultureinrichtungen und Kulturvereine, ihre Mitarbeiter*innen, organisatorisches und technisches Personal, Künstler*innen, Kulturvermittler*innen, Öffentlichkeitsarbeiter*innen, ... ! Ohne sofortige Unterstützung droht eine beispiellose Konkurswelle und massiver Anstieg der Arbeits- und Erwerbslosigkeit im Kulturbereich, was die Kulturlandschaft Österreich erschüttern und nachhaltig schädigen wird.

Wir fordern Sie auf, sofort ein Unterstützungspaket zu schnüren, das das Überleben des Kultursektors über die Krise hinweg sichert. Aktuell sind alle bestehenden Unterstützungsmaßnahmen auf maximal sechs Monate ausgelegt bzw. laufen mit Ende September aus. Niemand kann sich Illusionen machen, dass unter den aktuellen Bedingungen wieder ein kostendeckender, geschweige denn „regulärer“ Kulturbetrieb ab 1. Oktober möglich ist.

Wir fordern:

- UMGEHENDE VERLÄNGERUNG DER AUSLAUFENDEN UNTERSTÜTZUNGSFONDS sowohl für individuelle Künstler*innen und im Kulturbereich arbeitende Menschen als auch für die unzähligen gemeinnützigen Trägerorganisationen des Kulturlebens, die ab Oktober vor dem Nichts stehen.

- REFUNDIERUNG DER KOSTEN FÜR COVID19-TESTS UND ANDERER PANDEMIEBEDINGTER MEHRKOSTEN Gesundheitsvorsorge darf nicht von den finanziellen Möglichkeiten diktiert werden! Sie ist im Kultur- und Veranstaltungsbereich ebenso wichtig wie etwa in der Gastronomie und Hotellerie, für die Testkosten übernommen werden.

- AUSFALLSFONDS FÜR KULTURVERANSTALTUNGEN der es ermöglicht trotz unsicherer Bedingungen überhaupt noch Kulturveranstaltungen zu „planen“ und ein kulturelles Angebot für die Bevölkerung in den nächsten Monaten zu bieten.

- ANHEBUNG DES KULTURBUDGETS AUF 1% DES BIP um endlich eine solide Absicherung der Kunst und Kultur in Österreich zu ermöglichen!

- BEGLEITENDES NEUSTART-PROGRAMM FÜR KUNST UND KULTUR um im Arbeiten bleiben zu können, auch ohne unmittelbare Veranstaltungen mit Publikum, das als Programm die Entwicklung und Erprobung alternativer Konzepte und Formate ermöglicht sowie erforderliche Investitionen für eine adaptierte Neuaufnahme des Kunst- und Kulturangebots abdeckt!

Wir stellen nicht in Frage, dass Vorsorgemaßnahmen getroffen werden müssen, um die epidemische Entwicklung einzudämmen. Planungssicherheit über den Verlauf einer Epidemie kann es nicht geben. Planungssicherheit in finanzieller Hinsicht jedoch schon! Es braucht sofortige Unterstützungsmaßnahmen, die das Überleben des Kultursektors sichern. Es ist Gefahr in Verzug! Handeln Sie jetzt!

Im Namen von:

ASSITEJ Austria
Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs Dachverband der Filmschaffenden Dachverband Salzburger Kulturstätten IG Autorinnen Autoren IG Bildende Kunst IG Club Kultur IG Freie Theaterarbeit IG KIKK - Interessengemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroska IG Kultur Burgenland IG Kultur Österreich IG Kultur Steiermark IG Kultur Vorarlberg IG Kultur Wien IG Übersetzerinnen Übersetzer Kulturrat Österreich KUPF - Kulturplattform Oberösterreich Österreichischer Musikrat TKI - Tiroler Kulturinitiativen

sowie allen bisherigen Unterzeichner*innen der Petition

Rückfragen:

Kulturrat Österreich
contact@kulturrat.at
Kulturrat
Twitter
Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien

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